Varbergs Radiostation in Grimeton

Varbergs Radiostation in Grimeton, mit einem vom schwedischamerikanischen Ingenieur Ernst F.W. Alexanderson konstruierten Längstwellensender, wurde am 1. Dezember 1924 in Betrieb genommen. Die Station bedeutete die erste drahtlose Verbindung Schwedens mit den USA. Während zwei Jahrzehnten war sie Teil eines transatlantischen Netzes; ähnliche Sender waren auch in Amerika, Großbritannien und Polen gebaut worden.

Während des Ersten Weltkrieges war Schweden durch gekappte Kabel von der Umwelt abgeschnitten. Nach dem Krieg war es daher wichtig, eine unabhängige Verbindung mit den nunmehr noch wichtigeren USA zu etablieren. Staats- und Geschäftstelegramme bis hin zu privaten Glückwünschen wurden über Grimeton vermittelt.

Zwei Sendern

Ursprünglich standen zwei, vollständige Längstwellensender in Grimeton. Man wollte die Möglichkeit haben, mit einem Effekt von 400 kW zu senden. Die Station wurde hier an der Westküste angelegt, wo auf dem Großkreis nach New York möglichst wenige Hindernisse zu finden sind. Die Reichweite war deshalb besser als man vermutet hatte, und der Effekt von einem Sender, also 200 kW, reichte gut aus, um die Telegramme zu senden.

Die Telegramme

Arkiv

Ein privates Telegramm wurde bei der Post abgegeben. Von dort gelang es als Morsezeichen via der Zentralstelle in Göteborg

per Kabel nach Grimeton. Dieses Kabel folgte der Eisenbahnlinie Göteborg – Varberg – Grimeton. Von hier aus wurden die

Morsezeichen drahtlos nach Amerika gesandt, mit Hilfe des High-Tech-Wunders der Zeit, dem Längstwellensender. Die Telegramme wurden im Radio Central of America, Riverhead, Long Island, New York, empfangen. Von dort wurden sie per Drahtverbindung weitergeleitet bzw. mit Hilfe der Telegrammboten zu ihren Adressaten gebracht. In Schweden wurden Telegramme aus Amerika von Kungsbacka Radiostation empfangen.

 



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