Der AlternatorDer Alternator

Das Senderaggregat besteht hauptsächlich aus einem Antriebsmotor, einem Zahnradgetriebe sowie dem Hochfrequenzgenerator. Diese Maschinenteile sind auf einemn stabilen Stahlguss-fundament montiert und das Gesamtgewicht beträgt 50 Tonnen.


DDer Antriebsmotorer Antriebsmotor

Der Antriebsmotor ist ein asynchroner Drehstrommotor mit 500 PS was ungefähr 370 kW entspricht. Der Stator ist mit einer Zweiphasenwicklung versehen, was eine selten vorkom-mende Ausführung ist. Die Speisespannung ist nominell 2 200 V. In einem ausserhalb lie-genden Transformatorhaus wird der ankommende Dreiphasen-Drehstrom in einem sogenannten Scott-Transformator in Zweiphasen-Drehstrom umgewandelt. Bei einer Drehzahl von 711,3 U/min erzeugt der Hochfrequenzgenerator, auch Alternator genannt, die gewünschte Frequenz. Der Rotor hat eine Dreiphasenwicklung, die über Kabel und Schleifringe an Flüssigkeitswiderstände angeschlossen wird.


Das ZahnradgetriebeDas Zahnradgetriebe

Das Zahnradgetriebe übersetzt die Eingangsdrehzahl des Antriebsmotors von 711,3 U/min auf eine Ausgangsdrehzahl von 2 115 U/min für den Alternator.


 Der Hochfrequenzgenerator (Alternator)Der Hochfrequenzgenerator

Der Hochfrequenzgenerator hat vergleichsweise eine völlig andere Konstruktion. Die Erzeugung einer Frequenz von 17 200 Hz ist für eine rotierende Maschine extrem hoch. Die Ummagnetisierungsverluste müssen klein gehalten werden, was den schichtweisen Aufbau des Statorpakets aus Wicklungen von sehr dünngewalztem Transformatorblech erfordert. Der Stator eines normalen Drehstrommotors wird dem entgegen aus losen und zusammenge-pressten Statorplatten geformt.

Der Rotor des Alternators unterscheidet sich auch wesentlich von dem eines Wechselstrom-motors. Normalerweise hat der Rotor eines Wechselstromgenerator eine Windung , die mit Gleichstrom beaufschlagt wird, um ein rotierendes Magnetfeld im Stator zu erzeugen. Im Alternator rotiert eine Stahlscheibe mit einem Durchmesser von 1.6 m und einer Dicke von 7.5 mm am Umfang. Die Stahlscheibe hat keine Drahtwicklungen und anstatt sind am Umfang 488 Schlitze, ähnlich einem Zahnrad, ausgefräst. Diese Ausnehmungen sind mit unmagnetischem Messing ausgefüllt, um den Luftwiderstand zu vermindern.

Der magnetische Fluss wird durch Feldwicklungen erzeugt, die aussen am Stator angebracht sind. Der Stator ist so ausgeführt, dass er den Umfang der Rotorscheibe umschliesst. Der Luftspalt zwischen der Rotorscheibe und dem Stator beträgt weniger als 1 mm. Am Umfang des Stators befinden sich insgesamt 64 Ankerwicklungen und der magnetische Fluss wird durch die sich mit 2 115 U/min drehende Rotorscheibe beeinflusst. Eine Variationen des magnetische Flusses entsteht wenn dieser abwechsend durch magnetischer Stahl und unmagnetischer Messing fliesst. In jeder Ankerwicklung fliesst ein Strom von 30 A bei 100 V Spannung, der an die Transformatoren des Hochfrequenzstellwerks weitergeleitet wird. Ein interessante technische Lösung am Alternator ist die Vorrichtung zur Zentrierung der Rotorscheibe im Statorgehäuse bei Längsausdehnung der Antriebsachse durch Temperaturänderungen. Der Alternator kann eine Leistung von nominell 200 kW liefern. Im normalen Telegrammbetrieb wurde diese hohe Leistung selten benötigt und es wurde nur mit einer Leistung gesendet, die eine gute Lesbarkeit der Signale in den USA gewährleistete, wozu zirka 80 kW ausreichten.


 Die Flüssigkeitswiderstände

Die FlüssigkeitswiderständeZur Drehzahlregulierung dienen auch die drei Behälter, die rechts von den Generatoren zu sehen sind. Sie sind elektrische Flüssigkeitswiderstände und mit einer elektrisch leitenden Wasser-Lauge-Mischung gefüllt. Durch Anpassung des Flüssigkeitsniveaus wird dem asynchronen Antriebsmotor des Alternators mehr oder weniger Energie zugeführt und somit die Drehzahl beeinflusst.


Die MultipelantenneDie Multipelantenne

Die Multipelantenne besteht aus horizontalen Speiseleitungen und Antennendrähten, die von den Querarmen in etwa 120 m Höhe schräg nach unten zu einer Verlängerungsspule verlaufen. Es befindet sich eine Spule vor jedem Turm. Die Speiseleitungen mit den dazugehörigen Antennendrähten und Spulen stellen, zusammen mit einem umfassenden Erdnetz, die Längstwellenantenne dar.